Wie die Märkische Oderzeitung am 11. Mai 2016 berichtet, entsteht nahe Schwedt ein neues Umspannwerk des Stromverteilers 50Hertz. Errichtet wird die 50-Millionen-Euro-Investition von der Stahlbaufirma Eurovia und Siemens.

Der Neubau sei nötig geworden, da das 40 Jahre alte Werk am Limit liefe. Das 220-Kilovolt-Werk wird somit durch ein fünfmal so großes ersetzt. Wie an vielen Stellen in Deutschland mussten immer öfter Windenergieanlagen heruntergefahren werden, weil Netze und Umspannwerke nicht ausreichend Kapazitäten bereitstellen. Die jährlichen Ausgleichszahlungen belaufen sich bundesweit auf mehr als eine Milliarde Euro.

Das Umspannwerk bei Schwedt ist ein wichtiger Knotenpunkt: Hier verläuft die geplante Uckermarck-Leitung und der Strom aus dem Netz von Pasewalk nach Neuenhagen bei Berlin wird auf das 110-Kilovolt-Verteilernetz umgespannt. Zudem wird mit dem neuen Umspannwerk eine Verbindung ins polnische Krajnik Dolny eingebunden. Die Fertigstellung ist für 2018 geplant. Das alte Werk wird anschließend abgerissen.