Der Freistaat Bayern hat sich bislang nicht als großer Freund der Erneuerbaren gezeigt – dabei steht Bayern bei der Ökostromförderung ganz vorn, wenn‘s ums Annehmen geht.

In der Frankfurter Allgemeinen vom 27. Dezember wird von neuen Zahlen der Bundesnetzagentur berichtet. Demnach flossen im Jahr 2016 rund 5,4 Mrd. Euro Ökostromförderung nach Bayern, also rund 22 Prozent der Gesamtförderung. Das geht auf die große Zahl von Solaranlagen zurück, die im Süden errichtet worden sind. Da Solaranlagen vergleichsweise hohe Vergütungen erhalten, fließt mehr Förderung nach Bayern als etwa nach Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder Brandenburg, die vor allem als Windenergieländer bekannt sind und preiswerten Windstrom produzieren. Dafür erhalten ihre Betriebe jedoch einen deutlich geringeren Vergütungssatz, was den bayerischen Vorsprung erklärt. In Niedersachsen wurden 2016 rund 25,7 Terrawattstunden Strom erzeugt, in Bayern rund 24,6 Terrawattstunden.

Die FAZ-Wirtschaftsredaktion hat es sich freilich nicht nehmen lassen, davon zu berichten, dass der Verband der Familienunternehmer die Energiepolitik der Bundesregierung mit einem „ordnungspolitischen Foul“ versehen hat. Für einen wohl vor allem mittelständisch geprägten Verband ist dies bemerkenswert, zumal die erneuerbaren Energien vor allem von mittelständischen Unternehmen getragen werden. Die Argumente des Verbands sind freilich althergebracht (teuer und wirkungslos) und zeugen von wenig Einsicht in die Notwendigkeit einer CO2-freien Zukunft. Die Alternative des Verbands: Emissionshandel, von dem man sich anscheinend vor allem eins verspricht: Kostensenkungen.



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