Um die lokale Akzeptanz von Windparks zu stärken, wird eine stärkere Beteiligung der Bürger vor Ort gefordert: Durch Anteilskauf am Windpark können die Anwohner am Ertrag mitverdienen. Modelle, die ihren Zweck erfüllen – solange sich die Anwohner Windpark-Anteile leisten können, so berichtet die Märkischer Oderzeitung am 9. Oktober 2015.

Die rot-rote Koalition in Brandenburg will es der Regierung in Mecklenburg-Vorpommern gleichtun und Windpark-Investoren verpflichten, Windpark-Nachbarn Beteiligungsmodelle anzubieten. Beispiele zeigen, dass die Nachfrage nach Beteiligungsmöglichkeiten da ist. So kamen etwa in Frehne (Prignitz) 3,2 Millionen Euro von 840 Bürgern zusammen. Sie konnten sich mit Summen zwischen 1.000 und 20.000 Euro an zwei Windenergieanlagen beteiligen.

Klar ist aber auch: Diese Summen muss die Bevölkerung erstmal aufbringen können. Grünen-Fraktionschef Axel Vogel in der MOZ: „Das wird im Osten keine große Rolle spielen, weil viele Leute sich die Anteile gar nicht leisten können.“

Hinzu kommt, dass solche Beteiligungen unternehmerischen Charakter haben: Arbeiten Windparks nicht so wirtschaftlich wie erwartet, bleibt der Rückfluss aus der Beteiligung aus. Das Investment kann verloren gehen. Damit ist aber niemandem gedient.

Genau aus diesem Grund hat die MLK-Gruppe einen anderen Weg eingeschlagen: In mittlerweile drei Gemeinden erhalten Windpark-Nachbarn einen Zuschuss zu ihren Stromkosten, wenn sie sich für Ökostromtarife entscheiden. So werden die Bürger finanziell entlastet und gleichzeitig dazu bewegt, sich für grünen Strom zu entscheiden.