Windparks werden für die Betreiber immer riskanter, ihre Planung und Umsetzung immer aufwendiger, so berichtet die FAZ über eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft am 23.2.2019.

Langer Genehmigungsvorlauf, Klagen gegen Windparkprojekte und deutlich gesunkene Vergütungen – der Druck auf die Windbranche ist seit Einführung des Ausschreibungsverfahrens deutlich gestiegen, berichtet die FAZ. Hauptproblem sei aber nicht die gefallene Vergütung. Darauf hätten sich Planer, Hersteller und Betreiber eingestellt. Leistungsstärkere Anlagen mit größerem Rotordurchmesser und Nabenhöhe führten zu besseren Erträgen, die die sinkenden Vergütungen kompensieren. Problematisch seien aber die Verzögerungen im Genehmigungsverfahren. Mehr als 10.000 Megawatt seien derzeit in den Verfahren blockiert, zitiert die FAZ den BWE-Präsidenten Hermann Albers. Das Genehmigungsverfahren dauere oft mehr als zwei Jahre. Zudem würden, so Albers, etwa 80 Prozent aller Projekt mit Klagen überzogen. Vor allem der Artenschutz werden verstärkt gegen Projekte ins Feld geführt, so die FAZ.

Auf diese Weise werden die Vorlaufkosten der Projekte deutlich erhöht, was die Wirtschaftlichkeit im späteren Betrieb deutlich senkt. Hinzukommen massive Auflagen, wie aus der Branche zu vernehmen ist, die etwa mit Fledermausschutz begründet würden. Siedelt sich zum Beispiel ein Fischadler im Gebiet eines bestehenden Windparks an, werden weitere Anlagen damit unmöglich. Es ist zudem bereits ein Fall bekannt geworden, in dem ein Windpark trotz gültiger Genehmigung nach Inbetriebnahme wieder abgeschaltet werden musste. Die Genehmigung führe, so Albers, für Betreiber nicht zu Rechtssicherheit und Planbarkeit. Aus Sicht der REZ muss beides aber, sollen die Energiewende gelingen und der Anwohnerschutz hinreichend gewährt werden, dringend hergestellt werden.