Lange hat die Internationale Energieagentur (IEA) die Erneuerbaren Energien unterschätzt und sie im Vergleich zu Kohle, Öl und Gas teuergerechnet. In ihrem neuen Bericht bestätigt sie allerdings erstmals: Die Stromversorgung auf Basis von Wind und Sonne kostet nicht mehr als das alte System, so berichtet die Berliner tageszeitung in ihrer Wochenendausgabe vom 1. März 2014.

Die Internationale Energieagentur ist weltweit eine Autorität in Sachen Energiefragen. Organisiert in der OECD, haben die Prognosen ihres jährlich erscheinenden Weltenergieberichts Gewicht. Bekannt ist die IEA bei diesen Prognosen jedoch vor allem dafür, optimistische Zahlen für etwa Öl zu lancieren, während die Bedeutung von Wind und Sonne kleingeredet wird.

Doch nun hat die IEA in ihrem neuesten Bericht „The Power of Transformation“ vorgerechnet, dass es – im Vergleich zu einem Energiesystem ohne Erneuerbare Energien – nur 10 bis 15 Prozent mehr kosten würde, Wind- und Solarstrom mit einem Anteil von 45 Prozent ins System zu integrieren. Hinzu kommt: Diese Berechnung fußt auf aktuellen Preisen für Windkraft- und Solaranlagen, die aber ständig fallen – bei gleichzeitig steigenden Preisen für den CO2-Ausstoß. So können die Extrakosten auf null gesenkt werden, schreibt die tageszeitung weiter.

Zusätzlich gibt der Bericht der IEA an, dass sich Erneuerbare Energien bis zu einem Anteil von 25 Prozent ohne grundsätzliche Umbauten in stabile Energienetze wie das deutsche einfügen lassen. Genau an dieser Schwelle steht Deutschland zurzeit. Steigt der Anteil, sind Anpassungen nötig wie Speicher, intelligente Netze oder etwa Windräder, die für schwache Winde optimiert sind. Für diese Anpassungen ist vor allem die Politik gefordert.



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