Jörg Müller von ENERTRAG und Heinrich Lohmann vom REZ-Kunden MLK sind überzeugt, dass Energiewende nur geht, wenn man die Bürgerinnen und Bürger mitnimmt. Im Interview erzählen sie, warum günstiger Strom für Windpark-Nachbarn hierfür ein wichtiger Baustein ist.

 

Herr Müller, Herr Lohmann, warum, denken Sie, sind Projekte wie dieses so wichtig?

Müller: Wir wollen zeigen, dass mit dem Ausbau der Windenergie die Stromkosten nicht steigen sondern sinken – vor allem für die Anwohner. Es ist ein echter Vorteil für die Bürgerinnen und Bürger, wenn Anlagen in ihrer Nachbarschaft stehen.

Lohmann: Auch wenn die Akzeptanz für die Windenergie in der Bevölkerung derzeit hoch ist – bis zur Energiewende ist ein langer Weg. Und gerade die Anwohnerinnen und Anwohner dort, wo die Windparks stehen, müssen ihn mitgehen. Sie sollen ein Teil dieser Wende werden und schlussendlich auch davon profitieren.

Ihre Unternehmen entwickeln Windpark-Projekte, sind im Prinzip Konkurrenten. Wieso nun die Zusammenarbeit?

Lohmann: Das stimmt, genau genommen sind wir Wettbewerber. Doch wir waren uns schnell einig, dass wir mit der Kombination unserer Kräfte mehr erreichen können – besonders, da es um die gute Sache geht.

Müller: Zusammen haben wir die große Chance, zu demonstrieren, dass der Ausbau der Erneuerbaren zu einem Gewinn für alle werden kann.

Lohmann: Mit den Stadtwerken Prenzlau haben wir dafür einen weiteren starken Partner gewonnen, der in der Region fest verankert ist und ein hohes Vertrauen genießt. Mit den richtigen Partnern kann man einfach einiges möglich machen.

Jörg Müller, Vorstandsvorsitzender ENERTRAG AG
Heinrich Lohmann, Gründer und Geschäftsführer der MLK-Gruppe