Der oftmals als „Ölfonds“ bezeichnete Auslandspensionsfonds der Norweger zählte bisher zu den wichtigsten Investoren für die Kohleindustrie. Diese Zeiten scheinen vorbei: Das Parlament entschied, künftig nicht mehr in Kohle-Unternehmen zu investieren. Die globale „Divestment“-Bewegung erhält damit entscheidende Impulse, so berichtet die Berliner tageszeitung am 29. Mai 2015.

Er ist mit 820 Milliarden Euro der zweitgrößte staatliche Pensionsfonds der Welt. In ihn fließen die Öl-Einnahmen Norwegens, um für die Zeit vorzusorgen, wenn dem Land das Öl ausgeht. Investiert wird in über 9.000 Aktiengesellschaften. Der Fonds ist Eigentümer von 1,3 Prozent des globalen und 2,5 Prozent des an europäischen Börsen gehandelten Aktienvermögens.

Obwohl eine Grundregel des Fonds verbietet, unethische Investitionen zu tätigen, hält der Fonds Anteile an Gesellschaften, die für 23 Prozent der weltweiten Kohleförderung stehen und gehört damit zu den Top-Ten-Investoren der globalen Kohleindustrie.

Nun hat sich das norwegische Parlament für den Austritt aus der Kohleindustrie ausgesprochen. Künftig werden alle Unternehmen aus dem Fonds ausgeschlossen, die mehr als 30 Prozent ihrer Einkünfte mit Kohle erwirtschaften. Damit werden Milliarden-Beträge aus der Kohleindustrie abgezogen.

Die Entscheidung der Norweger bringt neuen Schwung in die weltweite „Divestment“-Bewegung. Diese verfolgt das Ziel, Gelder aus klimaschädlichen Unternehmen abzuziehen.



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