Berlin, den 26. März 2021. Den Wind kann man sich nicht machen und die Windbranche ist nichts für jemanden mit schlechten Nerven: 2020 war ein schlechtes Windjahr. Der Erfüllungsgrad lag bei etwas mehr als 95 Prozent. Dennoch punktet die REZ wieder bei der Verfügbarkeit. Außerdem begann 2020 die Vorbereitung auf die Post EEG-Phase.

Rund 464.000 MWh, erzeugt durch 101 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 256 MW – die Bilanz der REZ für das Jahr 2020 bewegt sich auf hohem Niveau, auch wenn der Ertrag 2020 im Vergleich zu 2019 gesunken ist. Damit versorgten die von der REZ verwalteten Anlagen im vergangenen Jahr rechnerisch rund 143.000 Haushalte mit Windstrom (Ø Haushaltsverbrauch 3.247 kWh). 350.000 t CO2 wurden 2020 mit der Einspeisung vermieden. Die Verfügbarkeit der von der REZ betreuten Windparks lag bei knapp 99 Prozent, erreichte also ein beachtliches Niveau.

Zum Jahresende nahm die REZ drei Anlagen der Leistungsklasse zwischen 3.6 und 4.2 MW in ihr Portfolio auf.  Abgegeben wurden zum Jahreswechsel fünf Anlagen eines Windparks im Rothaargebirge die an einen anderen Betreiber gegangen sind. Eine Anlage wurde außer Betrieb genommen und demontiert.

Zugleich begann im Jahr 2020 die Vorbereitung auf die Post EEG-Phase. Ende des Jahres übernahm die REZ die Betriebsführung des Umspannwerks Kehr mit rund 50 Megawatt angeschlossener Windparks. Etwa die Hälfte der Windparks ging zum 1.1.2021 in die sonstige Direktvermarktung, muss also seitdem ohne eine gesicherte Vergütung auskommen. Neuland, für alle Beteiligten.

Außerdem übernahm die REZ im Jahr 2021 vierzehn Anlagen in der Post EEG-Phase, die mit neuen Vermarktungsverträgen ausgestattet werden mussten. Weitere acht Anlagen werden im ersten Halbjahr 2021 dazukommen. Die Anforderungen an den Betrieb dieser Windparks unterscheiden sich grundlegend von denen der Windparks mit Festvergütung.

An zwei Standorten hat die REZ zudem in Zusammenarbeit mit Vestas und Quantec die Umsetzung der Bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung initiiert und dafür eine Finanzierung über fünf Jahre ermöglicht. In den Windeignungsgebieten Jacobsdorf und Lübben werden derartige Projekte unter Einsatz der Transpondertechnik noch in diesem Jahr umgesetzt. Im Bereich Prenzlau hat der REZ-Kunde MLK sich an das System von Darksky angeschlossen, das ein Radarsystem nutzt.

Als weitere besondere Herausforderung stellten sich die im Corona-Jahr stark angewachsenen Phasen negativer Strompreise dar, die teils zu deutlichen Einbußen bei den betroffenen Windparks führten und nach wie vor führen. Die Entscheidung der Bundesregierung, die Zeiträume auf vier Stunden zu verkürzen, wird für neue Windparks kaum kalkulierbare Auswirkungen haben. Die REZ empfiehlt Planern, dies in der Prognose zu berücksichtigen. Zudem zeigt die derzeitige Windflaute die Bedeutung, die ausreichende Rücklagen haben, zumal weitere Anforderungen wie die Einrichtung Bedarfsgerechter Nachtkennzeichnungen die Windparks mit ungeplanten Kosten belasten.

______

Die Regenerative Energien Zernsee GmbH & Co. KG (REZ) arbeitet als technische und kaufmännischen Betriebsführung von Windparks. Die REZ übernimmt auf Wunsch zudem das komplette Sitemanagement und die wirtschaftliche Gesamtverantwortung für Windparks. Flexibilität und Kundenorientierung stehen für die REZ an erster Stelle: Leistungen können im Paket gebucht, einzeln angefordert oder modular zusammengestellt werden. Zurzeit werden Windparks in Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Sachsen-Anhalt betreut. Die REZ unterhält Büros in Berlin (Sitz der Gesellschaft) und in Nordrhein-Westfalen (Erkelenz).

 

Pressekontakt:

Regenerative Energien Zernsee GmbH & Co. KG
Prof. Dr. Walter Delabar
Bergstraße 1 (Aufgang D)
12169 Berlin
Tel.: 030/224 45 98-30
Fax: 030/224 45 98-31
E-Mail: