Wie die Berliner tageszeitung am 5. November 2014 berichtet, soll die geplante Ost-Süd-Stromtrasse länger werden als zuvor geplant. Grund ist das schnelle Wachstum der Windkraft in Norddeutschland. Die Leistung werde nach neuen Schätzungen zudem etwa 1,4 Gigawatt höher liegen als bisher vermutet.

Die vier bundesdeutschen Übertragungsnetzbetreiber haben den neuen Netzentwicklungsplan vorgelegt. Dieser sieht unter anderem vor, dass die bisher von Lauchstädt bei Halle bis Meitingen bei Augsburg vorgesehene Hochspannungs-Gleichstrom-Trasse nochmals verlängert wird – im Norden bis nach Wolmirstedt bei Magdeburg, im Süden bis in den Raum Gundremmingen. Damit soll die Leitung statt der geplanten 450 nun 600 Kilometer lang werden. Langfristig soll die Trasse sogar bis nach Güstrow reichen. Besonders der stärkere Windkraft-Ausbau an Land – vor allem im deutschen Nordosten – mache diese Änderungen nötig, so der Bericht. In zehn Jahren wird aller Voraussicht die Windleistung um 1,4 Gigawatt höher liegen als nach älteren Schätzungen.

Der Plan setzt die Fertigstellung der Trasse für das Jahr 2022 an. Große Kritik kommt weiterhin von der bayrischen Landesregierung. Diese muss sich im Januar im Dialog mit Bürgern und Wirtschaft entscheiden, ob sie die geplanten Trassen akzeptiert. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer warnte vor Mehrbelastungen von weit über 20 Milliarden Euro für die Stromkunden. Dagegen sprach Wirtschaftsminister Gabriel von „irren Zuständen“, da im Norden Windstrom im Überfluss produziert werde, dieser aber aufgrund der fehlenden Trassen nicht in den Süden komme. Vielmehr müsse dort sogar manchmal Strom aus veralteten Ölkraftwerden in Österreich zugekauft werden.



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